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Die Kasernen des Regiments
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Alte Kaserne in Dillingen
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Koppenhof-Kaserne in Bamberg
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Holzhof-Kasernen II und I in Bamberg
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Dillingen
Nach seiner Aufstellung wurde das 1. Ulanen-Regiment
mit dem Stab und der 1. Division (1. und 2. Eskadron) in Dillingen, die 2.
Division in Augsburg (eine Eskadron im Kapelhof, die andere in der Kaserne an
den Lüften) stationiert. Nach dem Abzug des 3. Chevauleger-Regiments
aus Dillingen im Jahr 1867 wurden alle Ulanen-Eskadrons (nun mit der 5.
Ersatz-Eskadron) in Dillingen untergebracht. Die Ulanen lagen mit ihren Pferden
verteilt in der Alten Kaserne, der Ludwigskaserne, der Hofstallkaserne und im
Bärenkeller.
Die Hofstallkaserne war die älteste Kasernenanlage
in Dillingen und wurde um 1710 vom Hochstift Augsburg unter Fürstbischof
Alexander Sigismund Pfalzgraf von Neuburg erbaut. Sie musste in den 1970er
Jahren dem Neubau der Kreis- und Stadtsparkasse Dillingen weichen.
Die "Alte Kaserne" wurde 1721/22 als damals
größzügiger Kasernenbau errichtet, um sowohl ein Kavallerie- wie auch
Infanteriekontingent aufnehmen zu können. Im 19. Jahrhundert wurde die Alte
Kaserne als bayerische Kavallerie-Kaserne genutzt. Heute ist in ihr die
Bayerische Landespolizei mit mehreren Dienststellen untergebracht.
Die im Jahre 1844 bebaute Ludwigskaserne liegt
direkt südlich der Alten Kaserne. Sie wird heute als Gewerbe- und Wohngebiet
genutzt.
Bamberg
Nach der Verlegung der Regiments 1872 nach Bamberg
wurde es bis 1875 in der Heiliggrab-, Clarisser-, Langgaß- und der
Koppenhof-Kaserne untergebracht. Zusätzlich war bis 1887 immer eine Eskadron in
Neustadt a. A. stationiert.
Von 1885 bis 1887 wurden vier Bamberger Eskadrons in
der Koppenhof- und der Holzhof I-Kaserne untergebracht. Ab 1887 waren dann alle
Eskadrons in Bamberg:
1. Eskadron: Koppenhof-Kaserne Nordseite
2. Eskadron: Koppenhof-Kaserne Südseite
3. Eskadron: Holzhof I-Kaserne, Nordseite
4. Eskadron: Holzhof II-Kaserne
5. Eskadron: Holzhof I-Kaserne Südseite
In der Holzhof I-Kaserne befanden sich zudem: das
Offizierskasino, die Geschäftszimmer des Regiments, das Kantinenmagazin und die
veterinärärztliche Apotheke. In der Holzhof II-Kaserne befanden sich:
Büchsenmacherei und zwei Revier-Krankenzimmer.
Die Heiliggrab-Kaserne war das ehemalige
Heilig-Grab-Kloster, das 1806 säkularisiert wurde und dann als Militärhospital,
Depot und Kavalleriekaserne genutzt wurde. Es lag am nord-östlichen Ende der
Stadt zwischen Heiliggrabstraße und Spiegelgraben. Im Sommer 1874 wurde das
Hauptgebäude abgerissen und an dessen Stelle ein neues Garnisonslazarett
errichtet, das bis vor wenigen Jahren der Bamberger Polizei als Dienstgebäude
diente.
Auch die Clarisser-Kaserne war ein ehemaliges
Kloster, das - 1341 gegründet - 1804 aufgehoben wurde. Die Kaserne wurde von
Infanterie und Kavallerie genutzt. Die Gebäude wurden 1955/56 abgerissen. An
ihrer Stelle steht heute das Flurbereinigungsamt.
Die Langgaß-Kaserne lag an der heutigen Langen
Straße, östlich der Hainstraße. Von 1700 bis 1707 wurde die Kaserne von
Fürstbischof Lothar Franz Graf von Schönhorn gebaut. Sie wurde abwechselnd von
Infanterie und Kavallerie genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kaserne
abgerissen und ein Bankgebäude errichtet. Heute sitzt in diesem Gebäude die
HypoVereinsbank.
Die Koppenhof-Kaserne wurde 1823 als
Kavallerie-Kaserne gebaut und liegt auf dem Gebiet der Wunderburg an der
heutigen Nürnberger Straße. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kaserne als
Flüchtlingsunterkunft genutzt. Noch heute ist ein Großteil des ehemaligen
Hauptgebäudes an Privatpersonen vermietet.
Die Holzhofkasernen I und II liegen direkt neben der
Koppenhofkaserne in der südlichen Verlängerung der Nürnberger Straße. Holzhof I
wurde 1883 als Kavallerie-Kaserne erreichtet und 1887 um Holzhof II erweitert.
1890 erfolgte noch die Fertigstellung der Reithalle im Holzhof II. Nach dem
Ersten Weltkrieg wurden die Koppenhof-Kaserne und die Holzhof-Kasernen noch vom
Reiterregiment 17 verwendet. Heute werden die beiden Komplexe der
Holzhof-Kasernen gewerblich genutzt. |